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Weinverkostungen

13. Nov - 13:00 - 13. Nov 2021 - 19:30

Restaurant Hof zu Wil
Gewölbekeller
Marktgasse 88
9500 Wil

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Grüner Veltliner Grub 1ÖTW Kamptal DAC

2019, 0.75 l

CHF33.00

20 vorrätig

Alkoholgehalt

Grösse

0.75 l

Jahrgang

Restzucker

2,5 g/l – trocken

Temperatur

Traubensorte

Verschluss

Korken

Weinart

Weinregion

Winzer

Beschreibung

Ried GRUB – Kammern | 1ÖTW Erste Lage | Kamptal DAC Grüner Veltliner
Die Riede Grub ist eine Kessellage zwischen dem Heiligenstein und dem Gaisberg. Etwas erhöht und windgeschützt öffnet sich der Weingarten gegen Süden. Vor 20.000 Jahren diente diese geschützte Lage Mammut und Rentierjägern als Lagerplatz. Der Boden ist geprägt von tiefen Lössstrukturen sowie den Knochen Überresten der steinzeitlichen Besiedlung.

Mittleres Grüngelb, Silberreflexe. Intensiver Duft nach Papaya und Ananas, ein Hauch von Wiesenkräutern, zart nach Honigmelone,
Mandarinenzesten. Gute Komplexität, dunkle Mineralität, saftig, elegant, feine Säurestruktur, bleibt lange haften, weißes Kernobst im Abgang.

Fakten

100 % Grüner Veltliner
Säure: 5,4 g/l
Restzucker: 2.6 g
Formate: 0,75 l
enthält Sulfite

Falstaff: 94 Punkte

Trinkreife: 2021 – 2034

Genussvoll zu

Krustentiere und Muscheln gekocht oder gedämpft, z.B. Spaghetti mit Venusmuscheln, Austern auf Blattspinat, Krebse im Sud

Geflügel geschmort oder gedünstet, z.B. Putenragout, Hühnerreisfleisch, Putenroulade mit Spinat

Schloss Gobelsburg

WEINGUT SCHLOSS GOBELSBURG

Das Weingut Schloss Gobelsburg ist eines der ältesten Weingüter des
österreichischen Donauraums. Das Weingut ist eng mit der Geschichte des
Zisterzienser Stiftes Zwettl verbunden und kann auf eine Dokumentation
bis ins Jahr 1171 zurückblicken. Die Weingärten an kargen Hanglagen und
Terrassen befinden sich im Kamptal in der Nähe von Langenlois und
Gobelsburg. Schloss Gobelsburg konzentriert sich auf die Rebsorten
Grüner Veltliner und Riesling. Produziert werden authentische Weine von
Einzellagen, regionalen und Dorfappellationen. Das Weingut Schloss Gobelsburg ist Mitglied der Vereinigung österreichischer Traditionsweingüter, deren Ziel es ist, eine Lagenklassifizierung im
Donauraum zu etablieren.

Winzer

Seit 1. Februar 1996 werden Weingut und Schloss von Eva & Michael Moosbrugger geleitet. Michael Moosbrugger stammt aus einer am Arlberg ansässigen Hoteliersfamilie (Hotel Post in Lech), hat aber schon bald seine Leidenschaft für Wein entdeckt und übersiedelte aus dem Hochgebirge im
äußersten Westen Österreichs in das hügelige Gebiet des Kamptals.

Oberstes Ziel ist es, das weinkulturliche Erbe von Schloss Gobelsburg - mit Weingärten, die zu den historisch ältesten Lagen des Gebietes zählen - zu pflegen, weiterzuentwickeln und in die nächste Generation zu führen.
Vom Falstaff Magazin wurde Michael Moosbrugger mit dem Titel ‚Winzer des Jahres 2006’ ausgezeichnet, sowie 2007 mit dem schwedischen Winzer des Jahres Titel ‚GYLLENE GLASET’. 2008 und 2009 werden der St. Laurent HAIDEGRUND (Jhrg 2006 und 2007) FALSTAFF Sortensieger im
FALSTAFF Rotwein Guide. Ebenso in 2009 wird das Weingut nicht nur als ‚Champion of Value’ sondern auch als ‚TOP 100 Winery of the year 2009, 2010, 2011, 2013, 2014 & 2019’ vom amerikanischen Wein Magazin ‚Wine & Spirits’ ausgezeichnet.

Weingärten und Rebsorten

Im Jahr 1996 wurde das Weingut Schloss Gobelsburg in den renommierten Verein Österreichische Traditionsweingüter aufgenommen. Die Vereinigung – gegründet im Jahr 1992 – hat es sich zum Ziel gesetzt, die herausragenden Weinbergs Lagen im Donauraum zu klassifizieren, um dem Konsumenten eine Orientierungshilfe in der großen Vielfalt der Weine dieser Welt zu geben.

Das Schloss Gobelsburg, als eines der ältesten Weingüter Österreichs, bewirtschaftet ca. 70 Hektar traditionelle Lagen, die sich rund um das Schloss erstrecken. Jede Lage hat ihre Besonderund Eigenheiten mit unterschiedlichen Boden- und mikroklimatischen Verhältnissen. Von sonnendurchsetzten Terrassenlagen am Zöbinger Heiligenstein und am Gaisberg bis hin zu den weitläufigen Gärten rund um Gobelsburg finden die Reben unterschiedliche Bedingungen vor. Jeder
Rebsorte soll – ihrem Potential entsprechend – die bestmögliche Entwicklungsmöglichkeit geboten werden. Nachhaltig-integrierter Weinbau ist keine neue Mode auf Schloss Gobelsburg. Schon die Mönche des Stiftes Zwettl, die das Weingut bis 1995 selbst geführt hatten, verwendeten nur organischen Dünger, verzichteten auf Unkrautvernichtungsmittel und praktizierten einen reduzierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Die wichtigsten Rebsorten sind der Grüne Veltliner und der Riesling. Über Jahrhunderte haben sich diese Sorten als die Geeignetsten für die umliegenden Bodenstrukturen erwiesen. Der Riesling
fühlt sich auf den kargen und steinigen Terrassen von Heiligenstein und Gaisberg am wohlsten, der Grüne Veltliner auf den lössig sandigen Böden der Umgebung.

Auch Rotwein hat auf Gobelsburg eine sehr alte Tradition: Die Äbte aller Zisterzienserklöster trafen sich früher einmal im Jahr in der Burgund (woher der Orden stammt). Auf diese Art hatten die Mönche auch ständig Kontakt zum Weinbau in Burgund, und daher ist es nicht verwunderlich,
dass in allen Zisterzienser Klöstern Europas, in denen es Weinbau gibt, Pinot Noir zu finden ist. So kam der Blauburgunder auch nach Gobelsburg. Die Sorte eignet sich sehr gut für die Region, da sie hier einerseits geeignete Böden für den Anbau findet, zum anderen die klimatischen Bedingungen gegeben sind, um jene Eleganz und die Fruchttiefe entwickeln zu können, die Liebhaber dieser Sorte suchen.

Keller und Vinifizierung – Einfachheit und Strenge

Die ältesten Teile des Kellers gehen auf die Burganlage im 11. Jh. zurück. Über die Jahrhunderte wurden die Kellerräume kontinuierlich erweitert.
In einer Zeit, in der in vielen großen internationalen Kellereien versucht wird, gleichförmige Weine zu produzieren, die einen möglichst breiten Geschmack treffen, glaubt Moosbrugger, dass eine Zukunft für Weingüter wie Schloss Gobelsburg nur in der Individualität und der eigenständigen
Persönlichkeit zu finden sein wird. Da für Gleichförmigkeit ein Höchstmaß an Technologie notwendig ist, glaubt Moosbrugger, dass ein Maximumm an Individualität nur durch Reduktion erreichbar ist.

Daher gingen die Überlegungen nicht in Richtung, ‚welche Maschine kann man noch für den Keller brauchen, sondern welche kann man weglassen.’ So hat Moosbrugger für Gobelsburg das ‚Dynamic Celler Concept' entwickelt. Der wesentlichste Punkt hierbei ist eine dynamische Kellerstruktur, bei der - vereinfacht gesagt - Weine nicht mehr gepumpt werden, um an andere Orte zu gelangen, sondern im ‚Faß auf Rädern' in andere Kellerteile gebracht werden.

Auch die Behältnisse in denen diese Weine reifen, tragen zur Formung des Charakters bei. Für die großen und kleinen Eichenfässer werden Hölzer vom Manhartsberg (die Region nördlich von Langenlois) verwendet. Dieses Holz hat natürlich einen anderen Charakter als die Eiche aus Allier
oder aus Amerika. Jedoch entspricht sein Charakter genau dem Klima und den Witterungsbedingungen der Region, in der auch die Reben gewachsen sind, die in ebendiesen Fässern gelagert werden.

Wichtige Erkenntnisse für diese Denkweise liegt auch im Studium alter Weinbautechniken begründet, die als Konsequenz auch die Weine der Serie ‚Tradition’ hervorgebracht haben. Diese Weine stehen in der Tradition des 19. Jahrhunderts und verweisen nicht nur auf alte und
gewachsene Ausbau Strukturen, sondern weisen auch den Weg in eine Richtung von (fast) vergessener österreichischer Geschmackskultur.

Kamptal

Namensgeber ist der Fluss Kamp, Hauptort ist Österreichs größte Weinstadt Langenlois – und mit 3.907 Hektar Rebfläche und zahlreichen international bekannten Spitzenbetrieben ist das Kamptal eines der erfolgreichsten Weinbaugebiete des Landes. Auch Kultur und Tourismus haben hier besonderen Stellenwert. Die Bezeichnung Kamptal DAC steht für Weine aus Grünem Veltliner oder Riesling, entweder vom klassisch-mittelgewichtigen Typ oder als kraftvoll-trockene Reserve

Im Kamptal stößt man immer wieder auf unterschiedliche Formationen: Von Löss, über Schotter zu markanten Kristallinzügen und roten, feldspatreichen Sandsteinen und Konglomeraten am berühmten Heiligenstein. Der Name verweist auf die „höllische“ Sonneneinstrahlung, die ein heißes, trockenes Kleinklima verursacht. Speziell ist die Entstehung der Gesteine: sie sind zwischen 320 und 250 Millionen Jahre alt, wurden in einer Wüste als Sturzfluten abgelagert und beinhalten vulkanische Bestandteile.

Auf den steilen Terrassen am Südhang des Berges – so steil, dass keine dauerhafte Lössauflage angeweht werden konnte – wurzeln hauptsächlich Rieslingreben, die kraftvolle, mineralische und vor allem äußerst langlebige Weine hervorbringen. Der Donau zu verändern sich die Bodenformationen der Weinberge, hier sind auf breiten Löss- und Lehmterrassen ideale Voraussetzungen für klassische, aber auch kräftige Grüne Veltliner gegeben. Daneben spielen auch weiße und rote Burgundersorten, sowie auch der Blaue Zweigelt, ihre Stärken aus. Sie werden unter der Bezeichnung „Niederösterreich“ vermarktet. Klimatisch macht sich im Kamptal die Dynamik zwischen dem heißen, pannonischen Becken im Osten und dem kühlen Waldviertel im Nordwesten bemerkbar. Das Spiel zwischen der Hitze am Tag und den eher zurückhaltenden Nachttemperaturen verleiht den Trauben große Aromafinesse und eine lebendige Säure
Eine Attraktion für Weintouristen wurde mit dem Weinmuseum „Loisium“ geschaffen, oberirdisch ein futuristisches Besucherzentrum samt Vinothek mit regionalen Weinen, unterirdisch ein mystisch inszeniertes Weinerlebnis mit Licht und Ton entlang jahrhundertealter Gänge. Neben der Stadt Langenlois mit den dazugehörigen Orten Schiltern, Gobelsburg, Haindorf und Zöbing und der bedeutenden Weinbaugemeinde Straß im Straßertale sind zahlreiche kleinere Weinorte wie Etsdorf, Hadersdorf, Kammern, Lengenfeld oder Schönberg zu nennen.

Grüner Veltliner

Die mit Abstand wichtigste Weißweinsorte in Österreich ist der Grüne Veltliner, der von einer Traminer Kreuzung abstammt. Auf die zweite Elternsorte weist ein jahrhundertealter Rebstock hin, der in St. Georgen im Burgenland gefunden wurde.

Herkunft

vermutlich Niederösterreich, Österreich

Abstammung

Natürliche Kreuzung von Traminer x St. Georgen

Die zweite Elternsorte – neben Traminer – wurde in St. Georgen im Burgenland gefunden. Diese Rebsorte wurde nach dem Fundort benannt, da sie nach gentechnischen Untersuchungen keiner bekannten Rebsorte zuzuordnen war. Der Grüne Veltliner ist nicht verwandt mit dem Roten und Frühroten Veltliner.

Weinbaufläche

14.423 ha, 31,0%

Der Grüne Veltliner ist die wichtigste autochthone Rebsorte in Österreich. Die stärkste Verbreitung erfuhr die Sorte in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit der Einführung der Hochkultur nach Lenz Moser. Die größten Anbauflächen befinden sich in Niederösterreich und dem nördlichen Burgenland. Vinifiziert als herkunftstypischer DAC-Wein hat Grüner Veltliner eine bedeutende Stellung in mehreren Weinbaugebieten. Die Anbaufläche hat im Zeitraum von 1999 bis 2015 abgenommen, dominiert aber noch immer die österreichische Weinbaufläche.

Blatt

mittelgroß fünfeckig bis kreisförmig, fünf- bis siebenlappig, tief gelappt, Unterseite mittelstark behaart. Typisch ist die starke weißwollige Behaarung der Triebspitze, wovon sich das Synonym Weißgipfler ableitet.

Traube

mittel bis sehr groß, mitteldicht, kegelförmig, geschultert, mit großen rundlichen bis ovalen Beeren mit grüngelber bis fuchsiggelber Färbung auf der Sonnenseite.

Reifezeit

mittel

Bedeutung, Ansprüche

Grüner Veltliner ist die mit Abstand wichtigste Weißweinsorte in Österreich und hat gegen Ende des vorigen Jahrhunderts weltweit Bekanntheit und Beliebtheit erlangt. Die Sorte ist fruchtbar und bedarf daher einer Ertragsregulierung, gedeiht besonders gut auf tiefgründigen Lössböden, verträgt Trockenheit nicht gut, ist empfindlich in der Blüte, anfällig für Peronospora, Roter Brenner und Chlorose.

Wein

Grüner Veltliner erbringt vom leichten, säurebetonten Wein bis zum hochreifen Prädikatswein alle Qualitätsstufen. Die Lage und Ertragsmenge ist sehr entscheidend für die Qualität. Erwünscht sind würzige, pfeffrige Weine oder Fruchtnoten von Steinobst.

Asiatische Küche

Egal, ob moderne panasiatische Asia-Fusion-Küche oder klassische Landesküche aus Thailand, Vietnam, Japan, Korea, Indien oder einer Region in China: Österreich hat für sämtliche Speisen die passende Weinbegleitung zu bieten.

Der kräftige Grüne Veltliner stellt sich dabei als der universellste Speisenbegleiter heraus. Durch seinen vollen, ausgewogenen Körper mit Kraft und Finesse ist er der kongeniale Begleiter zu einer Vielzahl asiatischer Gerichte der verschiedensten Küchenrichtungen. Ob Fisch oder Fleisch, ob Fischvorspeisen oder klassische Dim Sum und Frühlingsrolle – perfekte Harmonie. Auch Schärfe steckt dieser Weintyp bestens weg und erfrischt durch die gut eingebundene Säure den Gaumen.

Fruchtbetonte Weine wie Riesling oder Sauvignon Blanc sind besonders im Vorspeisenbereich gut einsetzbar. Gelegentlich ist ein Hauch Restsüße für die Harmonie von Vorteil.

Zu kräftigen Fleisch- und Fischgerichten wiederum können barriqueausgebaute Chardonnays sehr gut kombiniert werden.

Und natürlich sind auch die immer beliebter werdenden Rotweine aus Österreich eine echte Bereicherung für jedes Asiamenü, wenn man beachtet, dass speziell intensiv gewürzte Gerichte viel Frucht brauchen, aber nur mäßig Tannin vertragen.

Chili

Eine Vielzahl scharfer Gewürze macht asiatische Gerichte pikant. Chili verlangt vom Wein Fruchtsüße und Extrakt, um die Schärfe zu bändigen. Es eignen sich kräftiger Grüner Veltliner oder Riesling mit harmonisch eingebundener Säure sowie autochthone, vollmundige Rotgipfler, Zierfandler oder Rote Veltliner. Auch Restsüße und Frucht einer Beerenauslese mildern Schärfe. Zur markant scharfen Sichuan-Küche ist kirschfruchtiger Zweigelt ein genialer Partner. Generell sollten die Weine nicht zu viel Säure oder Tannine und Weißweine etwas Reife aufweisen.

Pfeffer

Die Schärfe von Pfeffer hat viele Gesichter mit blumigen bis erdigen Aromen. Sichuanpfeffer hat gar eine fruchtig-elektrisierende Schärfe. Weine mit pfeffrigen Aromen harmonieren gut, weil sie die Pfefferwürze des Gerichts verstärken und durch ihre Frucht einen harmonischen Gegenpol setzen: beim Weißwein vor allem Grüner Veltliner, beim Rotwein Blaufränkisch.

Frische Schärfe

Die frische Schärfe von Ingwer oder Frühlingszwiebeln geht eine gelungene Verbindung mit dem Schmelz weißer Burgunderweine mit etwas Holzeinsatz ein, deren weiche Cremigkeit die Schärfe mildert.

Curry

Ein Curry enthält viele hocharomatische Gewürze wie Kurkuma, Kreuzkümmel oder Koriander. Die Schärfe variiert je nach Pfeffer- oder Chilianteil. Weißweine mit nicht zu kräftiger Säure und warmer Frucht wie Roter Veltliner, Rotgipfler oder Zierfandler stützen die aromatische Komplexität eines Currys, ebenso Grüner Veltliner vom Löss oder Weißburgunder mit exotischen Anklängen. Ist das Curry mild und nussig, kann es ein rassig-fruchtiger Schilcher zum Leuchten bringen.

Nüsse

Im Holz ausgebaute Weißweine der Reservekategorie mit Anklängen von Tabak, Vanille oder gerösteten Haselnüssen harmonieren mit Nuss-Aromen in der Speise. Pfiffig und frisch ergänzen mittelkräftige Grüne Veltliner oder Rieslinge die süßlichen, mollig-erdigen Aromen von Kokos, Erdnüssen oder Sesam mit ihrer Frucht, auch ein nicht zu leichter Wiener Gemischter Satz macht gute Figur. Ein eleganter St. Laurent mit graziler Tanninstruktur kann dem Gewicht von Nüssen gekonnt saftige Frucht entgegensetzen.

Zitrusaromen

Säure im Essen und im Wein addieren sich, daher ist Vorsicht geboten bei Weinen mit rassigem Säurerückgrat. Weißweine sollten volle Reife mitbringen, um mit ihrer Fruchtsüße neben der Säure von Zitrusfrüchten bestehen zu können. Stammen die Zitrusaromen nur z. B. von Limettenschale, Kaffirblättern oder Zitronengras, darf die Säure im Wein etwas höher sein, vorausgesetzt, die Speise enthält keine Bitterstoffe und weist einen gewissen Fettgehalt auf. Finden sich im Wein Anklänge von Zitronenschale, verstärken sie Zitrusaromen im Gericht.

Frische Kräuter

In Thailand, Vietnam oder Indien verleihen häufig frische Kräuter wie Thaibasilikum, Koriander oder Minze den Speisen Würze und Frische. Das Eigenaroma der Kräuter wird betont, wenn auch der Wein pflanzliche Noten aufweist, etwa Sauvignon Blanc, Grüner Veltliner oder manche Rieslinge. Auch weiße Burgundersorten können mit feinen Heuaromen Kräuter elegant ergänzen, Holzeinsatz sollte allerdings sehr gut eingebunden sein. Auch rote Cuvées zeigen bisweilen schotige Würze oder Kräuteranklänge, bei angemessener Reife ergänzen sie sich harmonisch mit Kräutern in der Speise.

Umami

Mit „wohlschmeckend“ wird die fünfte Geschmacksrichtung Umami übersetzt. Sie kommt z. B. in Nori-Algen und getrockneten Shiitake-Pilzen verstärkt vor, auch in den in Asien so beliebten fermentierten Soja-, Austern- oder Fischsaucen. Je intensiver diese Saucen eingesetzt werden, desto kräftiger darf der Wein sein. Hohe Säure im Weißwein wirkt ebenso störend wie kräftige Tannine im Rotwein. Fein nussiger Weißburgunder oder Neuburger sind eine gute Wahl für Umami-reiche Speisen.

Sushi

Bei der Auswahl der Weine zu rohen Fischgerichten ist unbedingt darauf zu achten, dass die Weine jung und nicht zu alkohollastig sind. Spritzige Weißweine mit leichter Säure und zart fruchtigem Aroma oder junge, elegante Rotweine.
Speise und Wein sollten sich ergänzen und nicht übertrumpfen. Keineswegs geeignet sind Weißweine mit zu aggressiver Säure (Riesling) oder zu dominantem Eigengeschmack (kräftiger Traminer), Weine mit Restzucker oder im Barrique ausgebaute Weine (kräftiger Chardonnay), auch ältere Gewächse sind meist zu geschmacks­intensiv. Zu wuchtige Weine zerstören die Finesse von rohen Fischgerichten, die feinen Aromen sind nicht mehr wahrnehmbar.klassischer, junger Grüner Veltliner: bis max. 13 % vol., im Stahltank ausgebaut: Die zarten, kühlen, nicht voll entwickelten Aromen unterstreichen die Klarheit und Frische des rohen Fischs. Die leichte Säure belebt die puren Geschmacksnoten und verleiht dem Gericht Finesse. Harmonisch und animierend. Weißburgunder: Dezente Frucht und Säure machen diese elegante Rebsorte zu einem belebenden Speisebegleiter. Scharfe CrevettenDer Charakter dieses Garnelengerichts wird bestimmt von der heißen Schärfe des Chili oder der pfeffrigen Pikanz der schwarzen Bohnensauce.Was würde besser passen als die typischen Pfeffertöne und die ausgereifte Fruchtaromatik kräftiger Grüner Veltliner. Die salzigen, mineralischen Noten geben einen zusätzlichen Kick.

Eine sehr stimmige Kombination sind auch Spicy Prawns mit komplexen Chardonnays. Samtiger Schmelz bettet die pfeffrige Schärfe perfekt ein.

Die intensiven Johannisbeernoten kräftiger Sauvignon Blancs wiederum ergänzen sich wunderbar mit der feinen Süße des weißen Garnelenfleischs.

Peking Ente

Keine leichte Aufgabe für den Sommelier: eine knusprige, stark gewürzte Kruste, zartes gebratenes Fleisch und eine kräftige, leicht süße Sauce (z.B. Pflaumensauce, schwarze Bohnensauce).

mittelschwerer Zweigelt einer guten Lage: Die ausgeprägte Frucht, eine geringe Säure und wenig Gerbstoffe ergänzen sich sehr gut mit allen Komponenten des Gerichts und bilden ein harmonisches Ganzes.

Pinot Noir oder St. Laurent: Die feinen Fruchtnoten des roten Burgunder harmonieren hervorragend mit dem saftigen Fleisch. Die zarten Bittertöne verleihen der Ente Pikanz und Raffinesse. Eine edle Verbindung! Achtung bei zu kräftigen, dominierenden Saucen.

mittelschwere Burgunder: Chardonnay, Weißburgunder und Grauburgunder: trotz rotem Fleisch eignen sich diese üppigen, geschmacklich ausgeprägten Weißweine ausgezeichnet als Begleitung. Die reife Frucht harmoniert mit der leichten Süße der Sauce. Vor allem schon etwas gereiftere Burgunder mit nur geringem Barriquegeschmack (starke Vanille- oder Bananentöne) ergänzen sich wunderbar mit knuspriger Ente.

Gemischter Satz, Grüner Veltliner: Vor allem kräftigere Sortenvertreter mit nicht zu hoher Säure harmonieren hervorragend.

Tandoori Chicken

Die rote Gewürzmischung aus Indien, mit der das Huhn noch roh mariniert wird, ist sehr intensiv und leicht säuerlich. Der Wein sollte unbedingt kraftvoll sein und ausgeprägte Aromen aufweisen, um bestehen zu können. Vorsicht vor zu hoher Säure!

Zierfandler und Rotgipfler mit ihrer intensiven Fruchtaromatik erweisen sich daher als wunderbare Begleiter.

Mittelschwere Grüne Veltliner bestechen wiederum mit pikanter Würze.

Als ideales Paar erweisen sich Tandoori und kräftiger Roter Veltliner. Im Unterschied zum Grünen Veltliner ist er lieblicher und weicher. Eine wunderbar exotische Mischung!

Süßwein: Spannende Kombinationen ergeben sich auch mit fruchtsüßen Prädikatsweinen.

Lamm Biryani

Eine Vielfalt an Curry-Basisgewürzen, Cashewnüsse und Rosinen verwandeln den Lamm-Eintopf in ein harmonisches Festtagsgericht. Der Reis wird vor dem Garen gebraten, was ihm ein nussiges Aroma verleiht, Safran veredelt ihn zusätzlich.

Sind die Aromen in einem Weiß- oder Rotwein subtil und nicht aufdringlich, ergänzen sie die delikaten Aromen des Gerichts gut.

Ein fülliger Grüner Veltliner vom Löss passt ausgezeichnet.

Ein Schilcher betont den Kardamom und verleiht durch seine pikante Säure Leichtigkeit, die rote Beerenfrucht bringt Frische

Wok-Gerichte

Bei einem Wokgericht ist vor allem der Einsatz von umamireicher Soja- oder Austernsauce für die Weinauswahl entscheidend: Je intensiver diese verwendet wurden, desto kräftiger darf der Wein sein. Zu hohe Säure im Wein verträgt sich nicht mit der Süße der Austernsauce.

Kräftiger Grüner Veltliner ist eine sichere Wahl – das Wokgericht ist von den süßen und salzigen Aromen der Saucen geprägt, die sich im Veltliner widerspiegeln.

leichter bis mittelschwerer Weißburgunder: Sein zart nussiger Geschmack harmoniert mit der Austernsauce, seine Pikanz verträgt sich gut mit den salzigen Tönen der Sojasauce. Im Holzfass ausgebaute Weißburgunder brauchen wiederum stark gewürzte Speisen.

Pinot Noir oder Zweigelt-Cuvée: Scharf angebratenes und intensiv gewürztes Hühner- oder Schweinefleisch kann eine sehr spannende Verbindung mit leichtem Rotwein eingehen

Grüner Veltliner Grub 1ÖTW Kamptal DAC
2019, 0.75 l

20 vorrätig