Keine Produkte im Einkaufswagen.

Veranstaltungen

Weinverkostungen

12. Nov - 13:00 - 12. Nov 2022 - 19:30

Restaurant Hof zu Wil
Gewölbekeller
Marktgasse 88
9500 Wil

Anmelden Weinverkostung

Basler Weinmesse 2022

29. Okt - 06. Nov 2022

Messe Basel, Halle 2, 1. Stock
Montag bis Samstag 15.00 - 21.00 Uhr
Sonntag 13.00 - 19.00 Uhr

Unser Stand Basler Weinmesse Stand

Filter

Blaufränkisch Leithaberg DAC

2018, 0.75 l

CHF18.00

120 vorrätig

Alkoholgehalt

Grösse

0.75 l

Jahrgang

Restzucker

1 g/l – trocken

Temperatur

Traubensorte

Verschluss

Korken

Weinart

Weinregion

Winzer

Beschreibung

Ein herrlicher Blaufränkisch vom Leithaberg mit tollem Reifepotential.

Traubensorte: Blaufränkisch

Säure: 5,4 g/l

Ausbau: 3-4 Wochen Maischenstandzeit, 12 Monate in gebrauchten Barriques

Lagerfähigkeit: bis 2023 (bei optimaler Lagerung)

Dieser Blaufränkisch bringt die Philosophie des Weinguts auf den Punkt und steht für dessen Verbundenheit mit dem Gebiet. Seine besondere, straffe Charakteristik verleihen ihm die vorherrschenden Kalkböden der Ried Reckenschink. Ein kleiner Traubenanteil vom Steinberg bringt zusätzliche Würze mit in den Wein. Nach einer ausgedehnten Maischestandzeit von drei bis vier Wochen reift der Wein zwölf Monate in gebrauchten österreichischen Barriques sowie 500-Liter-Fässern, wo sich seine vielschichtigen Aromen und sein mineralisches Spiel entfalten. Ein athletisch gebauter Wein, dessen Tannin bestens eingebunden ist. Noten von Brombeeren und Bitterschokolade gefallen am Gaumen, im Ausklang sorgt eine zarte Pikanz für einen frechen Kontrapunkt. Ein fruchtfokussierter Wein, wie man ihn sich vom Leithaberg erwartet.

Speisenempfehlung: Pastagerichte, Lammgerichte, Gegrilltes, Burger

Falstaff:  92 Punkte

 

Zehetbauer Stefan

Das ist Stefan Zehetbauer

Für Stefan Zehetbauer war schon immer klar, dass er Winzer werden wollte. Die Freude an der Arbeit mit dem Naturprodukt Wein übertrug sich wie von selbst vom Vater auf den Sohn. Die Ausbildung an der Handelsakademie für Weinbau und Agrarmanagement in Neusiedl am See sowie in der Landwirtschaftlichen Fachschule in Eisenstadt verstärkten diesen Wunsch.

Früh verstand er, dass Erfahrung zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren im Weinbau zählt. Daher absolvierte er in den Ferien während der Ausbildungszeit Praktika in internationalen Weingütern  wie etwa im Veneto und in Südtirol. Dort war er gleichermaßen in Weingarten, Keller und in der Weinanalyse im Einsatz und gewann dabei umfangreiche Einblicke.

Mit der Lese 2005 übernahm Stefan Zehetbauer im elterlichen Betrieb immer mehr Aufgaben, seit dem Jahrgang 2007 trägt er die Verantwortung für die Weinbereitung – und seit 2009 ist er offiziell Besitzer des Weinguts.

Denkweise

„Wenn ich in unseren Rieden und speziell am Steinberg stehe, gibt mir das Kraft und Energie. Und  es treibt mich als Winzer an, aus dieser wunderbaren Natur und Ruhe etwas Unverfälschtes und Bleibendes zu schaffen.“

Stefan Zehetbauer will mit seinen Weinen aber auch eines: Freude bereiten. „Ich fülle nur Weine,  die auch mir selbst Spaß machen.“ Dabei ist ihm wichtig, Gebiet und Terroir des jeweiligen Weingartens klar und unverwechselbar im Wein einzufangen. Obschon Harmonie sein Credo ist, dürfen und sollen seine Weine auch ein wenig herausfordern und eine gewisse Spannung haben. Schließlich ist es ungemein lohnend, wenn ein Wein quasi Schluck für Schluck immer mehr von seiner Geschichte erzählt.

Aus der Geschichte gewachsen 

„Erfahrung ist unser wertvollstes Gut“, sagt Stefan Zehetbauer, und bezieht sich dabei auf das Wissen seines Vaters und dessen Vorfahren. Der junge Winzer bewirtschaftet das Familienweingut in Schützen am Gebirge in zehnter Generation. Eine formidable Jubiläumsgeneration also. Begründet wurde das Weingut bereits 1705 von Georg Zehetbauer. Stefan Zehetbauer war wiederum der Name jenes Vorfahren, der das Weingut 1850 am heutigen Standort erbaute. Um das Jahr 2000 wurde der Betrieb anlässlich seines 150-jährigen Bestehens rundum erneuert. Ganz in ursprünglichem Stil und auf der bestehenden Bausubstanz aufbauend – wie es dem geerdeten Wesen und der Philosophie der Winzerfamilie entspricht. So präsentiert sich der typische burgenländische Streckhof geschmackvoll und unprätentiös. Es ist immer der Wein, der hier im Mittelpunkt steht.

Weiß getünchte Wände, im Sommer überall blühender Oleander. Das Betreten des Weinguts ist der Weg in eine Welt des Willkommenseins. Der Blick in den Fasskeller zeugt vom Traditionsbewusstsein der Familie. Es ist ein Gewölbekeller, der im Zuge der Renovierung wieder nach alter Bauweise errichtet wurde. Das Handwerk, um solch ein Ziegelgewölbe zu mauern, gilt heutzutage als rare Kunst. Nun bedeckt und schmückt es das Herzstück des Weinguts. Als besonderes Juwel befindet sich in dem Keller ein geschnitzter Fassboden. Es ist ein Stammbaum, der dokumentiert, dass der Name Stefan Zehetbauer von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Der moderne Teil des Kellers mit seinen Stahl- und Gärtanks zeigt indes, dass hier auch zeitgemäße Technologie eingesetzt wird. Allerdings mit größter Behutsamkeit, wie der Winzer betont. Sehr behaglich erlebt man den Verkostungsraum, wo Holz, Sandstein und Ziegel den Ton angeben. Ausgestattet mit besten Materialien – gedacht und gemacht für weitere Generationen. Am großen Holztisch wird mit Kunden und Weininteressierten der neue Jahrgang analysiert oder auch mal  nur launig verkostet. Hier wirkt ist nichts gewollt, aber alles ist, wie man es wollte.

Wo der Wein entsteht

„Unser Wein wächst im Weingarten.“ Dieser ist das Reich von Stefan Zehetbauer senior. „Seine Erfahrung ist Goldes wert“, schwärmt der Sohn, „da lerne ich noch immer dazu.“ Woher kommt dieses Gespür für die Reben? „Ich war schon als kleiner Bub gerne in den Weingärten und habe meinem Vater stets gut zugehört,“ lautet die unprätentiöse Antwort von Stefan Zehetbauer senior. Altes Wissen, das laufend mit neuem ergänzt wird. Vater und Sohn legen großen Wert darauf, sich Informationen über aktuelle Errungenschaften und Erkenntnisse aus erster Hand zu holen. „Wir recherchieren immer gründlich, bevor wir neue Herangehensweisen in Betracht ziehen.“ Zudem sind es meist mehrere Parameter, die es zu berücksichtigen gilt. Ob beispielsweise die Rebzeilen eines Weingartens begrünt werden, hängt sowohl von den Niederschlagsmengen als auch von der Verwurzelung der Reben ab.

Generell gilt im Hause Zehetbauer der Grundsatz, die Weingärten in ihrer Vegetation nur schonend zu unterstützen. Jedes Zuviel würde die Reben in ihrem Rhythmus stören und eine Abhängigkeit vom Eingreifen des Winzers herbeiführen. Um dies zu vermeiden, legt Stefan Zehetbauer senior viel Wert auf eine gesunde und dichte Humusschicht. Diese erweist sich gerade in Zeiten zunehmender Wetterextreme als ausgleichend bei der Nährstoff- und Wasserversorgung. Der Kreislauf und die Mechanismen der Natur stehen im Mittelpunkt aller Überlegungen. Sichtbar wird dies in vermeintlich kleinen Dingen. So werden die Trester kompostiert und kommen als natürlicher Dünger wieder an ihren Ausgangsort Weingarten zurück. Außerdem sind alle Fahrgassen zwischen den Rebzeilen begrünt. Auf diese Weise entwickelt sich ein eigenes „Weingartenklima“ mit Pflanzen und Kräutern, die hier auch schon früher heimisch waren. Dazu zählen wilder Majoran oder Thymian, welche als  Teil des Terroirs einen merkbaren Einfluss auf die Charakteristik und Aromatik der Weine haben.

Diese naturbezogene und zurückhaltende Art der Bewirtschaftung greift umso besser, je größer der Anteil an einer zusammenhängenden Rebfläche ist. Daher wird eine neue Riede bevorzugt dann hinzugenommen, wenn sie an einen dem Weingut zugehörigen Weingarten grenzt. In diesem Fall darf der Boden erst mal ruhen – für ein paar Jahre als Grünbrache. Lediglich gemäht und gemulcht wird die Fläche, um den Humusaufbau zu fördern und den Boden mit Stickstoff anzureichern. Wertvolle Zeit, in welcher der Boden Kraft sammeln kann. Wird der Weingarten schließlich wieder bepflanzt, profitieren die Reben von der Vitalität des Erdreichs. Auf künstliche Bewässerung wird bewusst verzichtet, so suchen die Wurzeln rascher den Weg in die Tiefe. Das begünstigt die Aufnahme von Nährstoffen und Spurenelementen und macht die Reben insgesamt gesünder.

Top-Lage Steinberg – Das Geheimnis der Mönche 

Sämtliche Weingärten des Weinguts Zehetbauer liegen am und rund um den Schützner Stein, jener imposanten Erhebung, die sich als Teil des Hügellands am Westufer des Neusiedler Sees befindet. Als herausragende Lage hebt sich der Steinberg ab. Für Vater und Sohn Zehetbauer ist dies auch persönlicher Lieblingsplatz und bevorzugter Rückzugsort. Hier herrscht eine fast magische Energie, ideal, um Kraft zu tanken oder einfach die Ruhe zu genießen.

Erwähnt wurde der Steinberg schon im 15. Jahrhundert – damals noch im Besitz eines Mönchsordens. Eine Auszeichnung für sich, wussten die klerikalen Winzer bekanntermaßen sehr genau, in welchen Rieden die beste Weinqualität entsteht. Noch bis heute halten sich Gerüchte,  dass hier in tieferen Schichten ein Weinkeller der Mönche verborgen sei.

Seit über 150 Jahren befindet sich ein Teil des Steinbergs in Familienbesitz. Als Stefan Zehetbauer senior im Jahr 2000 eine neue Parzelle am Steinberg erwerben konnte, war diese über 30 Jahre brachgelegen und an manchen Stellen sogar verwaldet. Welchen Reichtum an Nährstoffen und  Kraft der Boden in dieser Ruhephase sammeln konnte, ist in der Vitalität der hier gepflanzten  Reben augenscheinlich.

Was den Steinberg so besonders macht, ist zunächst sein Standort. Er befindet sich am oberen  Teil des Schützner Steins und genießt durch den bewaldeten Kamm des Leithabergs eine Art klimatisches Regulativ. Im Winter dient er als Schutz gegen kalte Luftströmungen, im Sommer profitieren die Reben durch die nächtliche Kühle, die der Wald abgibt. Eine spezielle Charakteristik weist auch der Boden auf. Während er von einer dichten Humusschicht bedeckt ist, stößt man darunter auf mineralischen Glimmerschiefer. Zum Zauber dieser Lage tragen außerdem die vielen Kräuter bei, welche hier wachsen. Wilder Thymian und Salbei zieren die Rebzeilen und verströmen eine Würze, die man auch im Wein zu vernehmen meint.

Weine mit Profil

CABERNET FRANC RESERVE

„Diesen Wein merken sich die Leute einfach.“ Auf Stefan Zehetbauers guten Draht zu den Reben ist es zurückzuführen, dass sich selbst eine spät reifende Sorte wie Cabernet Franc am Leithaberg wohl fühlt. Ausgangspunkt dafür ist die Lage Steinberg. Die Ausrichtung nach Südsüdwest mit langer Sonnenscheindauer und der Wärme speichernde Glimmerschieferboden bieten hier die optimalen Bedingungen. Viele Kräuter wie wilder Thymian und Salbei säumen die Rebzeilen und man meint, diese auch im Wein zu erkennen. Bereits in den 1980er Jahren pflanzte Stefan Zehetbauer senior Cabernet Franc am Leithagebirge aus – von den Behörden damals als „Versuchsweingarten“ geduldet. Inzwischen sind die Reben bis zu 25 Jahre alt und die besten davon werden im Weingut selbst weiter veredelt. Ausgebaut wird der Wein in überwiegend neuen Barriques, nach zwölf Monaten bekommt er im Edelstahltank noch etwas Zeit zum Ausbalancieren und erfährt vor dem Verkauf zudem eine ausgedehnte Flaschenreife von bis zu zwölf Monaten. Mit ungemein intensiver Würze präsentiert er sich im Duft, erinnert dabei an einen Tannenwald. Ein betont dunkelaromatischer Wein mit dichter Struktur, fest gewobenem Tannin und einer animierenden Saftigkeit.

BLAUFRÄNKISCH STEINBERG RESERVE

Blaufränkisch hat im Hause Zehetbauer einen hohen Stellenwert. Mit dem Namen „Steinberg Reserve“ kennzeichnet er den Flaggschiffwein. Bevor dieser Weingarten 2002 neu bepflanzt wurde, gönnte ihm die Familie Zehetbauer damals eine 30 Jahre lange Erholungsphase als Brache. Die so entstandene Vitalität des Bodens danken die Reben mit besonderer Robustheit gegenüber der Witterung. Aufgrund der bevorzugten Exposition nach Südsüdwest mit langer Sonnenscheindauer sowie des mineralischen Schieferbodens gelangen die Trauben hier zu bester Reife. Ausgebaut wird der „Steinberg Reserve“ zwischen 18 und 24 Monate in Barriques, danach folgt eine Ruhezeit von bis zu zwölf Monaten in der Flasche. So entsteht ein kraftvoller und tiefgründiger Wein mit knisternder Mineralität und Aromen von dunklen Beeren, Wacholder sowie erdigen Noten. Saftig ist das Tannin und beeindruckend lang der Nachhall – fast wie ein Versprechen für die Zukunft.

MERLOT SINNER

Bereits 1570 wurde die Lage Sinner als „Sinnerhuet“ urkundlich erwähnt. Sie liegt ebenfalls am Schützner Stein und ist dem See zugewandt. Hier dominieren Schiefergestein und Kalk das Bodengefüge. Eine spannungsvolle Kombination, welche einen ebensolchen Wein entstehen lässt: Wacholderbeeren und schwarze Schokolade formen das Duftbild. Locker und zugleich distinguiert betritt der Wein den Gaumen. Das feinkörnige Tannin ist stimmig eingebunden, eine schöne Saftigkeit entwickelt sich, mineralische Anklänge bleiben bis in den langen Abgang.

LEITHABERG DAC ROT

Dieser Wein repräsentiert eines der Aushängeschilder des Weinguts und steht für dessen Verbundenheit mit dem Gebiet. Die Basis dafür liefern die ältesten Blaufränkisch Reben, welche in den Lagen Reckenschink und Steinberg gedeihen. Es sind die hier vorherrschenden Kalk- und Schieferböden, welche dem Wein seine besondere Charakteristik verleihen. Zwölf Monate reift er in gebrauchten Barriques, während sich seine vielschichtigen Aromen und sein mineralisches Spiel zu entfalten beginnen. Athletisch ist er gebaut, bestens eingebunden ist das reife Tannin. Noten von Brombeeren und Bitterschokolade vereinen sich charmant, im Ausklang sorgt eine zarte Pikanz für einen frechen Kontrapunkt. Ein fruchtfokussierter Wein, wie man ihn sich vom Leithaberg erwartet.

Winzer Zehetbauer Stefan

Leithaberg

Am Leithagebirge sind die Allrounder zu Hause. Kaum ein anderes Weinbaugebiet erlaubt eine solche Vielfalt an Weintypen wie die 3.097 Hektar am Westufer des Neusiedler Sees.

Die trockenen Weine sind geprägt von den Böden am Abhang des Leithagebirges, wo zwischen kalkreichen Schichten immer wieder saure kristalline Schiefer und Gneise auftauchen. Die besonders gebietstypischen Weine werden unter der Bezeichnung Leithaberg DAC vermarktet. Das gesetzlich definierte Produktionsgebiet für den Leithaberg DAC umfasst den politischen Bezirk Eisenstadt Umgebung, die Freistadt Eisenstadt und die politischen Gemeinden Jois und Winden. Der weiße Leithaberg DAC darf aus den Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Neuburger oder Grüner Veltliner erzeugt werden. Zugelassen sind auch Cuvées aus diesen Sorten. Der rote „Leithaberg“ stammt aus der Sorte Blaufränkisch, wobei ein Verschnitt mit maximal 15% Zweigelt, St. Laurent oder Pinot Noir möglich ist. Leithaberg DAC sind immer mineralisch und relativ kräftig im Charakter (Alkohol am Etikett 12,5 %, 13,0 % oder 13,5 %). Daneben wird im Gebiet westlich des Neusiedler Sees eine große Vielfalt anderer Sorten und Stile gepflegt, die meist unter der Bezeichnung „Burgenland“ vermarktet werden.
Das Gebiet mit vielen leistungsfähigen Weinbaubetrieben ist auch ein weintouristisches Mekka. (Wein-)Kultur als Rahmenprogramm bieten u. a. die Landeshauptstadt Eisenstadt mit dem berühmten Schloss Esterhazy, Mörbisch mit den Seefestspielen, Sankt Margarethen mit den Musikfestspielen im Römersteinbruch oder die Weinakademie in Rust.

Blaufränkisch

Der Blaufränkisch ist ein richtiger „Mitteleuropäer“. Diese alte heimische Sorte ist eine Kreuzung aus der Blauen Zimmettraube und Weißer Heunisch. Verbreitet vor allem in den Ländern der ehemaligen Habsburger-Monarchie, ist sie Leitsorte im Mittelburgenland, genannt Blaufränkischland.

Mediterrane Küche

Mediterrane Küche sonnt sich in Österreich allgemeiner Beliebtheit, die weit über Pasta und Pizza hinausgeht. Das Geheimnis ist die klare, sehr puristische Zusammensetzung der Gerichte. Auch spanische Tapas erleben ein Revival, und Gazpacho hat als Sommerhit ebenfalls Einzug in die heimischen Küchen gefunden. Die griechische Küche ist ein Dauerbrenner, doch dazu muss es nicht unbedingt griechischer Wein sein.

In der mediterranen Esskultur hat der Wein seinen ganz selbstverständlichen Platz als begleitendes Getränk. Das bedingt aber auch, dass es eher leichte Qualitäten mit Frische und feiner Säure sind, die als Speisenbegleiter bevorzugt werden. Diesen Anspruch können gerade österreichische Weine wunderbar erfüllen.

Generell gilt: Weißwein hat die Nase vorn. Für Vorspeisen leicht und frisch, mit zarter Frucht, bei komplexeren Nudelgerichten aber auch in reiferer Version, jedoch nicht alkohollastig und vor allem botrytisfrei. Grüner Veltliner ist auch hier der Universalist und Allrounder, der von Antipasti bis zu Fleisch eine gute Figur macht, gefolgt von den Burgundersorten. Diese finden ja in vielen italienischen Weißweinen ihre Entsprechung; zu viel Säure harmoniert allerdings weniger. Gerade bei Knoblauch und Schärfe sind zu viel Mineralik und Würze kontraproduktiv.

Dafür gibt es eine hohe Kompatibilität mit steirischem Wein, insbesondere mit Sauvignon Blanc. Der darf durchaus ein klassisch ausgebauter sein und muss keinen großen Lagennamen tragen; es sollte aber eher die reife Frucht im Vordergrund stehen, weniger grüne und allzu laute Aromen.

Eleganz ist gefragt, auch in den Basisqualitäten, das gilt auch für die Rotweine. Feine Frucht, nicht zu große Konzentration und vor allem ein moderater, zurückgenommener Fassausbau sind immer eine sichere Bank. Als besonders tauglich hat sich auch der St. Laurent erwiesen, der mit seinen Kräuternoten, aber auch den erdigen Tönen gut mit vielen Gerichten harmoniert.

Italienische Küche

Vitello Tonnato

Cremige Thunfischsauce, zartes Fleisch, pikante Kapern – die Herausforderung dieser Kombination wird von kräftigen Weißweinen mit Würze gut gelöst. Eine geradezu perfekte Ergänzung ist kräftiger Grüner Veltliner: pfeffrige Würze zu den Kapern und reife Frucht für die Cremigkeit der Sauce. Einen Versuch wert ist auch reifer Riesling mit nicht allzu aufdringlicher Frucht, der die Schärfe der Kapern gut kontert.
Grüner Veltliner kräftig ist die IdealbesetzungRiesling kräftig, ohne BotrytisWeißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Rotgipfler und Zierfandler kräftigZweigelt leicht, nicht allzu fruchtbetont

Ossobuco

Ossobuco, die geschmorte Kalbshaxe, ist ein Klassiker der italienischen Fleischküche. Aber erst die Gremolata, ein feines Gemisch aus Petersilie, Zitronenschale und Knoblauch, gibt den letzten Pfiff und ist in Verbindung mit dem Knochenmark besonders köstlich. Dazu passen Rotweine mit sanftem Tannin, also Pinot Noir, St. Laurent, Zweigelt oder eine Cuvée aus heimischen Rebsorten wie Pannobile.

Zierfandler, Chardonnay

Zweigelt

St. Laurent, Pinot Noir

Cuvée aus heimischen Rebsorten

Saltimbocca

Aromatisch, leicht und durch den Salbei auch von Kräuterwürze bestimmt. Der Prosciutto trägt zu Salzigkeit und zart fettem Charakter bei. Hierzu sind leichte, elegante Weißweine eine feine Empfehlung, aber ebenso zartfruchtige Rotweine oder eine elegante feinwürzige Cuvée.Grüner Veltliner klassischRiesling kräftig, ohne BotrytisWeißburgunder, Chardonnay elegantZweigelt, Pinot Noir, leichte CuvéePizza

Pizza wird zwar selten mit Wein kombiniert, aber es gibt durchaus vergnügliche Möglichkeiten. Generell sind sowohl frische Weiße, als auch Rosé und junge, fruchtige Rote eine gute Option.

Weißweine können bei vegetarischer Pizza oder mit Meeresfrüchten jung und frisch sein, nicht allzu säurebetont und vor allem nicht zu aromatisch. Zweigelt, Blaufränkisch, klassisch ausgebaut, nicht zu konzentriert, sind eine sichere Bank. Je einfacher die Pizza, umso zurückhaltender auch der Wein, um die Aromen nicht zu übertönen. Nur bei Quattro formaggi kann man zu kraftvollen, auch leicht holzgereiften Weißen greifen.Grüner Veltliner klassischGrüner Veltliner kräftigWelschrieslingRosé mit fruchtigem CharakterZweigelt, Blaufränkisch klassischRisotto mit Pilzen

Pilze sind heikel im Umgang mit Wein. Es sollte jedenfalls kein harter, sondern vielmehr ein warmer Jahrgang gewählt werden, der reife Weine hervorgebracht hat. Dann sind auch Riesling und Sauvignon Blanc eine sehr gute Variante. Sehr überzeugend: ein nicht allzu mineralischer Rotgipfler, der mit Pilzen und Knoblauch gut harmoniert. Oder ein eleganter Zweigelt, eher Pinot Noir-Typ.

Grüner Veltliner mittelkräftig

Riesling reif

Sauvignon Blanc, kräftig

Rotgipfler, Zierfandler, Neuburger

Traminer trocken

Zweigelt elegant

Pinot Noir

Linguine al Pest

Diese ligurische Spezialität ist auch hierzulande sehr beliebt. Zu Käse, Kräutern und Knoblauch müssen die Weine schon einiges an Cremigkeit und Schmelz mitbringen, um zu bestehen. Besonders gut passen gereiftere Weine, spitze Säure hingegen funktioniert nicht. Also reifer Rotgipfler, kraftvoller Veltliner, auch Chardonnay oder Morillon; Würze ist kein Hindernis.

Grüner Veltliner, Roter Veltliner kräftig

Weißburgunder, Grauburgunder kräftig

Rotgipfler kräftig

Morillon/Chardonnay kräftig

Spaghetti Bolognese - Lasagne

Der Klassiker. Hier passt in erster Linie Rotwein, von Zweigelt bis Blaufränkisch. Allerdings nicht zu schwer und tanninreich, er darf aber durchaus robust sein; auch ein wenig Säure schadet nicht. Ein Chianti-ähnlicher Typus ist ideal – also würziger Zweigelt oder St. Laurent, vielleicht auch eine Cuvée mit schöner Mineralik. Bei Lasagne kommen Käse und Béchamel hinzu, da ist auch ein klassischer oder mittelkräftiger Veltliner eine Option.

Grüner Veltliner klassisch oder mittelkräftigNeuburgerZweigelt klassischSt. LaurentBlaufränkisch klassischSpaghetti Carbonara

Bei dieser beliebten Pastavariante sind Eier und viel Käse im Spiel – da bedarf es schon eines kräftigen, buttrigen Weißweines für die ideale Begleitung. Das kann ein Veltliner ebenso sein wie ein Rotgipfler, Neuburger oder Morillon mit leichtem Holzausbau. Vegetabile Noten oder Tannine verträgt dieses Gericht eher weniger.

Grüner und Roter Veltliner kräftig

Morillon/Chardonnay aus großem HolzGrauburgunderRotgipfler, NeuburgerkräftigTraminertrockenPenne all'arrabbiata

Die Schärfe der Sauce bestimmt die Weinwahl. Ob weiß oder rot, zu viel pfeffrige Würze oder Tannin sind hier kontraproduktiv, dafür sind robuste Weine gefragt. Also ein reifer Veltliner, ein dunkler Zweigelt aus reifem Jahrgang, ein St. Laurent mit erdigen Tönen.

Grüner Veltliner kräftig

Traminer trocken oder halbtrocken

Zweigelt

St. Laurent

Spanische Küche

GazpachoDie kalte Gemüsesuppe ist einer der Klassiker. Mittelkräftiger Grüner Veltliner passt gut, er kann auch mit Knoblauch mithalten; sehr überzeugend ist Sauvignon Blanc in reifer Version. Oder aber, das wäre die spanische Version, ein oxidativ ausgebauter, sherryartiger Weißwein.
PaellaDie bunde Mischung aus Reis, Gemüse, Huhn, Muscheln und Krustentieren, und dazu noch die Aromatik des Safrans, hat eine eigene Geschmacksdynamik. Die beste Empfehlung sind Chardonnay oder kräftiger Weißburgunder, etwa vom Leithaberg, oder klassischer Blaufränkisch.
CocidoDas traditionelle Gericht aus gekochtem Fleisch mit Kartoffeln und Gemüse harmoniert am besten mit Pinot Noir oder sehr hell ausgebautem Blaufränkisch oder Zweigelt.
CallosZum deftigen Eintopf aus Kutteln, Kalbsfuß, Kichererbsen und Chorizo passt wunderbar St. Laurent.
Serrano und Ibérico-SchinkenKlassisch wäre feiner, trockener Schaumwein; alternativ trockener, herber Welschriesling oder würziger, klassischer Veltliner.
TortillaEin einfaches Gericht, das in Kombination mit Neuburger, Grauburgunder oder Weißburgunder seine Strahlkraft bekommt.Griechische KücheDie griechische Küche wird von klaren Aromen dominiert. Fisch wird nur mit Olivenöl und Zitrone zubereitet, auch bei Lamm wird Knoblauch nur maßvoll eingesetzt. Einzig Tzatziki fordert heraus: dazu passt ein kräftiger Grüner Veltliner, der auch dem fetten Joghurt locker begegnet. Weißwein ist allgemein leichter einsetzbar als Rotwein; generell erweisen sich leichtere, nur dezent fruchtige Weine als stimmig.

LammKräftige Weißweine, trockene Rote mit dezenter Frucht in Basisqualität.
MoussakaBlaufränkisch mit harmonischer Tanninstruktur.
Gyros und SouvlakiKräftiger Grüner Veltliner, reifer Weißburgunder, leichter, trockener Zweigelt oder Blaufränkisch.
Blaufränkisch Leithaberg DAC
2018, 0.75 l

120 vorrätig